Funken – Zu Fuss zur Kunst

Künstlerbuch
2019

Die Performancekünstlerin Marinka Limat erzählt von der Magie der Begegnungen auf ihrer Reise durch Europa. 44 alltägliche, besondere Gegenstände erinnern daran. Ihren Anekdoten trägt der Autor und Forscher André Vladimir Heiz als zweite Stimme die Fussnoten bei.

„(…) Das Buch erzählt die Ereignisse anhand der mit ihnen verbundenen Objekte, wobei die Chronologie keine Rolle spielt. Alles läuft über die Sinne. Eine Subjektivität, die durch die oft hintergründigen Interventionen des Autors André Vladimir Heiz verstärkt wird. Ein bisschen so wie ein Unruhestifter versieht er den Text in den Fussnoten mit seinen Überlegungen oder Bemerkungen. Der Text nimmt so die Form eines zweistimmigen Geflechts an, eine Lektüre in zwei Tempi, was in den Performances aufgenommen wird. Diese Notwendigkeit, den Anderen in den Dialogprozess einzubeziehen, zeigt sich auch in der Niederschrift in zwei Sprachen. Da die Zweisprachigkeit für die Freiburgerin selbstverständlich ist, erfolgte das Verfassen ebenso auf Deutsch, dies nicht durch eine Übersetzung, sondern durch ein erneutes Durchpflügen ihrer Erinnerungen. Die Seiten wechseln ab zwischen Französisch und Deutsch, was eine mehrdimensionale Realität ergibt. Die Lektüre wird so zu einer Reise zu sich selbst.“

Nadia El Beblawi, Kunstkritikerin, Basel, 7. Juli 2020

Kurzgeschichten

  • Der Geruch des Gehäuses
  • Der Pfiff des Gefässes
  • Der Blick der Ikone
  • Die Kappe ‹Gaia›
  • Die zerrissene Landkarte
  • Das bemalte Osterei
  • Pingpongbälle
  • Zündhölzer am Strand
  • Das Feuerzeug
  • Die Baumwollblume
  • Der Engel aus Porzellan
  • Die weissen Seepferde
  • Eine fragwürdige Kuriosität
  • Der Holzspiegel
  • Das Claude-Glas
  • Alchemie des Glases
  • Das Vasa Museum
  • Ein Fasan – federlos
  • Eine Zigarette, aber eine goldene bitte!
  • Anhänger und Sphäre der Welt: eine rosarote Kugel
  • Das Geräusch des Flaschenkürbisses
  • Das weisse Herz
  • Die Fisch-Schale
  • Das Schutzschild oder der Schildschutz
  • Das goldene Tablett – ein Diebstahl
  • Tiere aus Stoff
  • T-Shirts
  • Der Kompass und die Lupe
  • Der rote Faden
  • Halskette und Krone
  • Schmieden ausser Atem
  • Mischmasch und Nadel
  • Der heilige Esel
  • Ungepflegt mit Eierlikör
  • Sankt Nikolaus und der
  • Wegweiser
  • Der Pinsel und das Kind
  • Das Monster im Spiegel
  • Ein besticktes Etui
  • Eine Schale voller Blumen
  • Die Leere
  • Rauchstäbchen und die Wüste
  • Paulus und ein Buch
  • Das Brot von Nirgendwo
  • Im Herz der Familie

Marinka Limat, André Vladimir Heiz 2019
316 Seiten in 2 Bänden, Französisch und Deutsch
Fadenheftung, 12×17cm, Auflage: 600 Ex. 
edition clandestin ISBN 978-3-905297-92-8

Credits

Verlag: edition clandestin
Herausgeberin: Marinka Limat
Konzeption: Marinka Limat, André Vladimir Heiz
Gestaltung: Thomas Lehner, Judith Holly
Satz: Christoph Höhn, Berlin

Korrektorat: Fabio Luks
Fotografie: Andy King
Druck: La Buona Stampa, Pregassona
Schriften: Linear, Sylvan Lanz; Sang Bleu Republik, Swiss Typefaces

Leseperformance

Mit dem Autor und Forscher André Vladimir Heiz bietet Marinka Limat lebendige Einblicke in ihr Buch. Der Dialog zwischen den beiden, eine rhythmisierte Darbietung, bringt die Zuhörer*innen dazu, die im Buch geschilderten Momente von außergewöhnlichen Begegnungen mitzuerleben. Für jede Präsentation wird das Programm neu angepasst: Heiz und Limat stimmen ihre Performance auf die verschiedenen Kontexte – Ort und Publikum – ab und wählen aus dem Buch passende Texte in Deutsch und Französisch.

„Textures – literarische Begegnungen“, Freiburg, 4.3.2023
Galerie Mayhaus, Erlach, 27.8.2022
„Compost – The Open Bin“, OnCurating Project Space ZHdK, Zürich, 21.4.2022
Kloster Dornach, 22.8.2021 (Ausstellung „Wind of Change“)
Museum Murten, 11.11.2021
„I never Read“, Kunstbuchmesse, Schaulager, Basel, 19.9.2020
Schule für Gestaltung, Biel/Bienne 10.12.2020
Buchhandlung LibRomania, Bern, 20.2.2020
Espace multiculturel, blueFactory, Freiburg, 14.2.2020 (Buchvernissage)
EdICIon Buchmesse, Farelhaus, Biel/Bienne, 14.12.2019
„Pain de nulle part“ („Das Brot von Nirgendwo“), 3 Seiten aus „L’étincelle | Funken“ als Plakatanschlag in Freiburg, Avenue du Tivoli, 29.1.2020. Foto: Thomas Delley
„Pain de nulle part“ („Das Brot von Nirgendwo“), 3 Seiten aus „L’étincelle | Funken“ als Plakatanschlag in Freiburg, Avenue du Tivoli, 29.1.2020. Foto: Thomas Delley

Presse/Medien